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Pitypoints – eine Warnung vor Gemeinheit

[GMG, 04.06.2019] Sehr gelungene Eigenproduktion der Theatergruppe „Die Oscars“ vom Gregor-Mendel-Gymnasium

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Die Schultheateraufführung „Pitypoints“ gehen die 17 Schülerinnen und Schüler aus der Mittelstufe des GMG in aller Aggressivität an: Von allen siebzehn ist zum Start ein verächtlicher Spruch zu hören, wie er wohl manchmal als schlechter Witz erzählt wird, und immer ist eine bestimmte Gruppe Zielscheibe der Verachtung. Während bei den ersten Sprüchen noch vereinzelte Lacher im Publikum zu hören sind, wirkt die geballte Ladung doch mit der Zeit bedrückend – erst recht, als den Zuschauern klar wird: Aus dieser Negativität kommen wir so leicht nicht mehr heraus, das müssen wir durchstehen. Denn es wird der Start einer neuen Game-Show angekündigt, in der es ausschließlich darum gehen soll, wer die anderen am besten und effektivsten fertigmachen kann: „Pitypoints“.

In einer bis ins Detail geglückten Persiflage auf tatsächlich existierende Shows (vom Dschungel-Camp bis hin zu „Deutschland sucht den Superstar“ und Konsorten) bereiten die Moderatoren (Vivian Gier und Richard Römmich) das Publikum auf die zu erwartende Show vor und erklären, dass jeder Kandidat unempfindlich und kaltherzig bleiben müsse. Jeder, der eine Schwäche zeigt, fliegt raus – und wer Mitleid mit einem der Angegriffenen zeigt, bekommt einen „Pitypoint“ (Mitleidspunkt); drei davon sind ebenfalls ein Grund, die Show verlassen zu müssen. Die drei Mitglieder der Jury (Natalia Matula, Mabel Kigadye und Leonel Lopez Schmidt) nicken mit gut gespielter Expertenmiene und lassen ihre Platitüden ab über Durchhaltevermögen, Authentisch-Sein und Sich-Präsentieren-Können – was man eben in solchen Shows so hört. Strukturell ist das zwischendurch immer wieder auftretende Gespann aus Moderatoren und Jury einerseits eine Zeit zum Durchschnaufen für das Publikum, denn hier wird so getan, als sei das Geschehen in der Show irgendwie normal und irgendwie unter Kontrolle. Gleichzeitig wird aber deutlich, wie menschenverachtend dieses Format ist, da es auf die einzelnen Teilnehmer natürlich nicht die geringste Rücksicht nimmt. Um Emotionen geht es, um Zoff – nicht darum, wie die Einzelnen darunter leiden.

In der Show selbst, also in der Interaktion der Kandidatinnen und Kandidaten untereinander, stellt sich schnell heraus, wer sich als besonders harter Hund fühlt – z. B. der daueraggressive „Assi“ (passend derb dargestellt von Simon Böller) – und wer in dieser Runde eher fehl am Platz ist und sich nur selbst beweisen wollte, dass sie oder er es schafft, wie das Hippie-Mädchen (gut in der sensibel-schüchternen Rolle: Sophie Waal).

Auch Allianzen werden geschmiedet, und die (vermeintlichen) Freundinnen teilen private Geheimnisse miteinander, die dann später erbarmungslos genutzt werden, um die vertrauensselige Person bloßzustellen, so beispielsweise die ansonsten so selbstbewusste Vanessa (Alina Dotzler), die dem Blondchen (nur scheinbar naiv, aber eigentlich ziemlich clever: Ayana Bauer) und der Zicke Naomi (treffend verkörpert von Katharina Filimonov) anvertraut, dass sie aus einem Bauernhof stammt und einer früheren Schule deswegen gemobbt wurde.

Eine Überraschung für die bald recht geübten Mobber ist die Widerstandskraft eines offensichtlichen Opfers: die Übergewichtige (souverän gespielt von Paula Schißlbauer) zeigt es allen, dass sie nichts mehr umwirft: „Ich habe schon JEDEN blöden Spruch über Dicke gehört – mich könnt ihr damit nicht beeindrucken!“

Die Handlung spitzt sich schließlich zu, als der Schwule (sehr geschickt, teilweise mit einem Augenzwinkern dargestellt von Niko Tadin) mit einem persönlichen Brief seines Vaters konfrontiert wird, in dem dieser ihm seine Enttäuschung und auch seine Verachtung für den Sohn ausdrückt. Das ist zuviel für ihn, und er bricht zusammen. An dieser Stelle – das Publikum fragt sich schon, worin die nächste Demütigung, der nächste Zusammenbruch bestehen könnte – verlassen die Spielerinnen und Spieler ihre Rollen und fragen die Zuschauer: „Wollen Sie das wirklich sehen?“

Und obwohl die Frage in ihrer Provokation etwas ungerecht ist, denn natürlich sind die Zuschauer gekommen, um die Theatergruppe zu sehen – wird ganz deutlich, dass die Frage weiter zielt: Auf die Sensationsgier und Schaulust, die wohl in jedem mehr oder weniger stecken, und auf die Lust am „Gag“, auch wenn er auf Kosten einer Gruppe geht, die sich gerade nicht wehren kann, seien es nun Hippies, Übergewichtige oder sonst irgendwie von einer Norm Abweichende.

Begeisterten Applaus erntete die Theatergruppe „Die Oscars“ für ihr engagiertes und nachdenklich machendes Stück, bei dem Oberstudienrätin Claudia Ried nicht nur Regie führte, sondern zu dem sie auch den Text geschrieben hatte – ein weiterer Erfolg aus ihrer produktiven Feder.

Die bisher nicht genannten Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten ebenfalls in ihren Rollen: Marion Hopfenzitz, Ida Hanft, Violetta Kaiser, Julia Depperschmidt, Laurin Wiedenbauer.

Peter Ringeisen, Spielleiter am Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium

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Knüller: Stripper ist ein adeliger Jurist

[GMG/Ehemalige, 11.05.2019] Wenn man seine Jungfräulichkeit für einen guten Zweck versteigert, ist das nun Prostitution im Robin-Hood-Kleid oder wahrlich selbstlos?

Die Theatergruppe „Obstsalat“, die aus ehemaligen Schülern des Gregor-Mendel-Gymnasiums besteht, hat auch in diesem Jahr eine äußerst unterhaltsame Produktion auf die Beine gestellt! Die am 11. Mai im Club LaVida präsentierte Komödie „Wahrheit oder Pflicht“ wurde von der Gruppe unter der Leitung von Claudia Ried selbst konzipiert und in Eigenregie mit Unterstützung von Elke Leibig erarbeitet.

Ein zunächst harmloser und von der Trauzeugin Evelyn (Lena Härteis) perfekt organisierter Junggesellinnenabschied läuft im Verlauf des Abends langsam aus dem Ruder. Werden zunächst noch Polaroids mit den Zuschauern geschossen, gibt es eine erste Konfrontation mit der Trauzeugin und der eigentlich älteren Freundin Katta (Barbara Winkler). Es stellt sich heraus, dass Trauzeugin Evelyn die Braut Emma (Antonia Schmidt) buchstäblich um diesen Job angebettelt hat, was der unbeschwerten Stimmung zwar einen ersten Dämpfer verpasst, aber von allen anwesenden Damen sensationslustig verfolgt wird: „Also ich find`s grad spannend!“

Im eigentlich romantischen Teil des Abends soll Emma erzählen, wie sie ihren Ehemann kennengelernt hat. Die Mitbewohnerin der Braut Ronja (Constanze Gierl) spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle: Sie war zuvor mit dem zukünftigen Ehemann Chris zusammen, hatte diesen aber bereitwillig „abgegeben“, da sie es „im Bett etwas aufregender“ mag. Chris sei süß, aber eben etwas konservativ in der Horizontalen, so Ronja, aber: „Dann passt er ja zu dir!“

Obwohl striktes Handyverbot herrscht, will Maria (Meike Pfeiffer) just an diesem Abend etwas auf Ebay versteigern, „was sie früher oder später eh verloren hätte“ – ihre Jungfräulichkeit! Diese soll mindestens 10.000 Euro einbringen, die an Waisenkinder in Bolivien gehen, so die Idealistin. Sie würde wenigstens etwas tun und nicht immer nur reden, postuliert sie, woraufhin trocken argumentiert wird, dass das eigentlich „Prostitution ist, aber mit einem echt guten Stundenlohn!“

Als der Stripper Turn-On-Toby auf die Bühne kommt (Jonathan Grothaus) und sich aufreizend den Damen darbietet, wundert er sich, warum die Anwesenden nicht wirklich empfänglich für seine Reize sind. „Richtige Party, falsches Timing“ wird er aufgeklärt. Schnell reiht er sich in die sensationslustige Damenrunde ein, die schon die nächste moralische Verfehlung zielsicher aufgespürt hat: Die im 6. Monat schwangere Bernadette (Martina Mikuta) hatte just vor 6 Monaten ihren Mann betrogen – mit sichtbarem Ergebnis!

Als nun auch die Vorbildehefrau Ida (Johanna Mehringer) zugeben muss, dass die Scheidung bevorsteht, packt die Schwester der Braut Paula (Alexandra Jehlicka) eiskalt aus, dass die gemeinsamen Eltern dem zukünftigen Bräutigam persönlich gesagt hätten, dass sie sich für die Tochter etwas Besseres als einen DJ ohne Führerschein gewünscht hätten. Während die Braut noch im Schockzustand verharrt und sich Evelyn permanent bemüht, dem Abend wieder eine Struktur zu verleihen, taucht unversehens der Bräutigam auf (David Pickel), der nachschauen will, ob der Prosecco ausgeht. „Hier geht nichts aus – am allerwenigsten der Gesprächsstoff“, konstatiert Stripper Toby trocken, der sich zudem als adliger Jurist entpuppt!

Als auch noch die feierwütige Giulia (Anna-Liri Shalsi) zugibt ohne Arbeit zu sein, die Romantikerin Helena (Katharina Waal) Pornodrehbücher schreibt und Ehemann Chris durchblicken lässt, dass er sich ein Heimchen am Herd wünscht, kommt Emma ins Grübeln.

Nachdem Chris und Maria die Party kurzzeitig verlassen, wird der Plan geschmiedet, gemeinsam Marias Jungfräulichkeit zu ersteigern, denn Mitternacht naht („Süß – ist ja wie bei Cinderella!“). Doch nicht Stripper Toby erhält mit der finanziellen Unterstützung der Freundinnen den Zuschlag, sondern ein anderer Bieter: „Loverboy“. Als die Braut dessen Emailadresse sieht, reagiert sie ungehalten: „Loverboy wird sich ganz sicher nicht bei dir melden – und mich ganz sicher nicht heiraten!“

So ging für die Zuschauer eine sehr unterhaltsame Aufführung zu Ende, die Sprachwitz und Dramatik zu vereinen wusste. Technisch gut inszeniert und Akzente mit Standbildern und Liedern zeigten die großartige Regiearbeit von Claudia Ried, deren Schauspieler jedes Mal aus ganz Deutschland anreisen, um hier zu brillieren!

Elisa Romfeld, Spielleiterin am Max-Reger-Gymnasium

Die Schlagzeile ist dem Abdruck der Besprechung in der Amberger Zeitung entliehen. Danke!

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GMG: „19 – 20“

Aus dem zu erwartenden Erwachsenenleben

GMG-Oberstufe begeistert mit selbst geschriebenen Szenen

von Peter Ringeisen

[GMG, 30.01.2019] „19 – 20: 19 Spieler mit den Themen jenseits der 20“ – so war’s auf dem Programmblatt der Oberstufentheatergruppe des Gregor-Mendel-Gymnasiums zu lesen, und Spielleiter Christoph Schulz erläuterte die Entstehung der flotten, intensiv gespielten, teils witzigen, teils tiefgründigen Szenenfolge.

Am Anfang trugen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 die großen Themen zusammen, die sie alle demnächst betreffen würden, wenn sie 20 Jahre überschritten hätten. Von den ursprünglich 19 Themen blieben dann 14 übrig (z. B. Tod, Reisen, Kinder, Erfolg), die in einem Zuordnungsspiel mit Adjektiven (z. B. dramatisch, lustig, beängstigend, spannend) kombiniert wurden, und dann kamen noch Stichwörter hinzu, die dem Ganzen einen zusätzlichen Reiz geben sollten. So fand sich die Gruppe mit dem Stichwort „Kinder“ mit der Aufgabe konfrontiert, die Stichwörter „Pilot, Verband, Ring“ in einer selbst geschriebenen Szene unterzubringen, und das Ganze dann „trist“ wirken zu lassen – eine nicht kleine Herausforderung (die sie bravourös meisterte).

Und so nahm der Reigen der 14 Szenen seinen Lauf – und das Publikum mit. Die gebannt, amüsiert und berührt das Geschehen verfolgenden Zuschauer saßen in einem durch einen Vorhang abgetrennten Teil des Kunst-Bereichs und waren in dem bewusst reduzierten Raum beinahe auf Tuchfühlung mit den Akteurinnen und Akteuren. Dies ermöglichte die Wahrnehmung feiner Regungen in Mimik und Gestik, und die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler nutzten diese Wirkkraft geschickt aus.

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Eva Blank und Cedric Traub in der Szene „Der Lottogewinn“

Aus den 14 – voneinander unabhängigen, nur durch die Vorgabe „Themen jenseits der 20“ verbundenen – Handlungen seien drei exemplarisch herausgegriffen. In der Szene zum Thema „Erfolg“, die den Titel „Der Lottogewinn“ trägt, wird das Treffen zweier Verliebter dargestellt, atmosphärisch stimmig von Live-Musik untermalt (Maria Gruber mit coolem Gesangsstil, sich selbst routiniert auf der E-Gitarre begleitend). Ein aufgespannter roter Regenschirm hebt das Paar auch farblich von der Umgebung ab, vor lauter Überschwang der Gefühle wirft die junge Frau Süßigkeiten ins Publikum. Und schließlich zieht der junge Mann ein Etui mit einem Verlobungsring aus der Tasche, sinkt auf die Knie und macht ihr einen formvollendeten Antrag (Eva Blank, Cedric Traub in Harmonie). In dem Moment stürzt ihr Ex-Mann auf das Paar zu, wedelt mit einem Stück Papier und verkündet aufgeregt seinen Millionengewinn im Lotto. Die junge Frau erkennt entsetzt, dass sie (anscheinend) die falsche Wahl getroffen hat. Die Situationskomik bricht die rosarot-romantische Stimmung rabiat – und amüsant.

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Isabella Graf in der Szene „Sieben mal sie“

In „Sieben mal sie“ wird das Thema „Auszug“ in sieben Variationen bespielt – mit einer Darstellerin im Mittelpunkt, deren Wandlungsfähigkeit und Ausdrucksstärke das Publikum beeindruckt. Ob die Auszugs-/Umzugs- oder Einzugssituation nun melancholisch, schüchtern-freudig, überschwänglich, ängstlich oder verbittert ist – Isabella Graf hat die passenden Blicke, Gesten und Schritte parat.

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In der Szene „Archäologen der Zukunft“ spielen (von links): Lea Braun, Aurelia Ziegler, Tamara Lindner, Cedric Traub, Eva Blank, Isabella Graf, Matthias Mahal, Peter Netta

Das Thema „Arbeitsalltag“ erhält in der Szene „Archäologen der Zukunft“ einen ganz eigenen Blickwinkel, denn die fünf sehr überzeugend wirkenden Büroangestellten, die die Szene mit typischem Smalltalk am Arbeitsplatz eröffnen, treten bald in den Hintergrund, da sich eine andere Zeitebene über die Büroszene legt: Als Wissenschaftler in Schutzkleidung betreten Archäologen den Raum, nehmen Messungen vor, beobachten die Personen, als seien sie längst gestorben, und unterhalten sich in bedauerndem Tonfall über eine – im Ungewissen belassene – Katastrophe, die das Ende dieser Zivilisation mit sich gebracht habe. Eine recht surreale Szene, die sich durch die Expeditionsausrüstung der Besucher aus der Zukunft auch visuell einprägt und beim Zuschauer die nagende Frage hinterlässt: Welches Unheil könnte uns überfallen und unsere Zivilisation auslöschen?

Doch durch die gute Mischung aus nachdenklichen und ironischen bis amüsanten Szenen wurde der Abend nicht schwermütig, sondern brachte die Zuschauer zu langanhaltendem, dankbarem Applaus für die äußerst gelungene Ensemble-Leistung, an der unter der Leitung von Studiendirektor Schulz diese Schülerinnen und Schüler an drei Abenden auf der Bühne standen: Johannes Altmann, Judith Bäßler, Eva Blank, Lea Braun, Isabella Graf, Maria Gruber, Valeria Lagutina, Tamara Lindner, Johanna Lucks, Valeria Maas, Matthias Mahal, Peter Netta, David Patt, Carolin Spies, Cedric Traub, Lucas Willax, Aurelia Ziegler.

 

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GMG: „Die Farm der Tiere“

Gemeinsamer Kampf gegen Unterdrückung

[GMG, 27.06.2018] Die GMG-Theatergruppe „Die Oscars“ hatte sich für ihre Aufführung einen modernen Klassiker ausgesucht, der zwar als wichtig, aber auch etwas spröde gilt: George Orwells „Farm der Tiere“, eine Fabel, die ein düsteres Bild von der Zukunft entwirft. Spielleiterin Claudia Ried schrieb den Text jedoch so geschickt um, dass nicht nur aus dem Prosatext ein Theaterstück wurde, sondern dass man es auch mit Aufmerksamkeit, mit Anteilnahme und mit Begeisterung verfolgte.

In der ersten Spielsequenz wird den Zuschauern vor Augen geführt, wie schlecht es den Tieren auf der Farm von Bauer Jones und seiner Frau geht: Laurin Wiedenbauer und Fabienne Rauscher stellten das Ehepaar dar, das nicht nur mit dem Leben auf dem Bauernhof, sondern auch miteinander unglücklich ist. Die desolate Lage (die Tiere hungern und frieren) bringt die Tiere dazu, dass sie sich heimlich versammeln und sich gegenseitig ihr Leid klagen. Von allen Seiten hört man Beschwerden, und man muss den beiden Katzen (Alina Dotzler, Julia Neuberger) rechtgeben, die in koketter Kätzchenmanier immer wieder maunzen: „Bauer Jones ist böse!“ Die wichtigste Person aber ist das Schwein Old Major (würdevoll-kämpferisch: Simon Böller), das die Tiere zum Widerstand aufruft. Nach anfänglichem Zögern – denn eigentlich ist Hahn Ronaldo der Tollste (meint er, selbstbewusst verkörpert von Niko Tadin) – schließt sich auch das Federvieh an (Jessica Urbanovic und Laura Tschursin als elegante Hennen), und die anderen Tiere folgen. Besonders die Schafe tun sich hervor, wenn es gilt, kämpferische Slogans zu rufen – das gelingt der Darstellerinnen Julia Depperschmidt, Mabel Kigadye und Leonel Lopez Schmidt überzeugend: „Vier Beine gut, zwei Beine schlecht!“ So greifen die Tiere die Bauersleute an und vertreiben sie vom Hof.

Und hier kommt ein sehr gelungener Theaterkniff erstmals zum Einsatz: Während die Tiere regungslos auf der Bühne verharren, wird eine Erklärebene eingezogen. Der Autor George Orwell – intellektuell und ernsthaft gespielt von Richard Römmich – und eine kritische Gesprächspartnerin namens Ellen (mit viel Engagement und Empathie: Paula Schißlbauer) betreten die Bühne, und George muss sich gleich einmal dafür rechtfertigen, dass er in seiner Geschichte Tiere zu sprechenden Hauptfiguren macht. _DSC_8455_george+ellenFür diejenigen im Publikum, die Orwells Text noch nicht kannten, bietet die folgende Erklärung eine wertvolle Verständnishilfe: Die Handlung erzählt die Entwicklung des sowjetischen Kommunismus nach, beginnend mit der Revolution 1917, bis zur Gegenwart des Autors, der den Text 1943/44 verfasste. George und Ellen schalten sich später noch mehrmals ein, um die Entwicklung zu erklären und den Zusammenhang mit der Fabel-Handlung aufzuzeigen.

Die Freude der Tiere ist groß, als sie feststellen, dass sie nun frei sind. Aber der Visionär Old Major ist in der Aufregung gestorben – und nun übernehmen die anderen Schweine das Kommando, angeblich, weil dies der letzte Wille des Anführers gewesen sei. Schon hier zeigt sich, dass die idealistische Schneeball (treffend gespielt von Alicia Schroers Gómez) von den anderen Schweinen ausgetrickst wird, die nicht das große Ganze im Sinn haben, sondern nur ihren eigenen Vorteil. Die Rücksichtslosigkeit und Kaltblütigkeit der neuen „Chefs“ stellten Ayana Bauer, Katharina Filimonov und Celina Fink in Mimik und stimmlichem Ausdruck gut dar.

_DSC_8485_dieneuenchefsLeider hilft es den anderen Tieren zunächst nicht, die Situation richtig zu analysieren, wie es die nachdenkliche Eselin Cassandra tut (Marion Hopfenzitz). Auch die Hunde und Pferde (Ida Hanft, Violetta Kaiser, Pongsawat Permpoksub, Natalia Matula und Vivian Gier) können sich nicht dagegen wehren, dass die Schweine sie zum Arbeitseinsatz einteilen. Die Tiere werden schließlich von den Schweinen genauso ausgenutzt wie vom Bauern. – Doch am Ende (anders als im Original) gelingt noch einmal eine Wende: Orwells Gesprächspartnerin Ellen hat Mitleid mit den Tieren und überredet den Autor, ein Happy End zu schreiben. Dies deutet sich am Schluss an, als sich die Tiere verabreden, die Schweine zu vertreiben.

„Die Oscars“ überzeugten die Zuschauer durch ihr engagiertes, frisches Spiel, das durch wenige, effektvoll eingesetzte Requisiten und durch passende Musikeinspielungen unterstützt wurde. Oberstudienrätin Claudia Ried, die Drehbuch-Autorin und Regisseurin, konnte auf ihre Gruppe stolz sein, das zeigte auch der begeisterte Schlussapplaus in der zum Theatersaal umgebauten Mensa des Gregor-Mendel-Gymnasiums.

Peter Ringeisen, Spielleiter am DJDG

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GMG: „Der Schöne und das Biest“ (Eigenproduktion)

Zickenterror am GMG

[GMG, 17.05.2018] Wer das Märchen Die Schöne und das Biest kennt, war bei der Aufführung der Mobbits unter der Leitung von Christine Kleinert wahrscheinlich erst mal überrascht. Aber halt – es war ja Der Schöne und Das Biest Lou, die genau so ist, wie man es sich zeitgemäß vorstellt – gemein, zynisch, ungerecht und immer auf den eigenen Vorteil bedacht (sehr überzeugend gespielt von Jessica Dering). Im Gegensatz dazu symbolisiert Der Schöne Lu (mit viel Spielfreude Lysan Reitemeyer) leider das typische Mobbingopfer. Neu in der Klasse und zufällig und zu seinem Nachteil mit dem fast identischen Spitznamen wie das Biest bestraft, dauert es nicht lange, bis er am eigenen Leib erfährt, was es bedeutet, den Unmut von Lou auf sich zu ziehen. Aber Lou ist nicht alleine, sie wird tatkräftig unterstützt von ihrer Mädchenclique (Michelle Sokolov und Melinda Kohl).

Obwohl Lu von den netten Mädchen der Klasse gewarnt wird (Fadim Yüksel, Amina Hajri, Toreen Rofi), macht ihm Lou bald das Leben zur Hölle. Diese hingegen, die selbst ihre Freundinnen schlecht behandelt, hat ihrerseits ganz andere Probleme, einen karrierebedachten Vater (Silvan Rupp) und eine stylische, aber auch sehr an Statussymbolen interessierte Mutter (Marleen Kollbrand), der die Größe ihres begehbaren Kleiderschranks wahrscheinlich wichtiger ist als das Wohl ihrer Tochter. Doch keiner kennt das wahre Ich von Lou.

Aber je schlechter sie Lu behandelt, ihn in Lebensgefahr bringt und in der Schule bloßstellt, umso mehr rücken ihre Mitschüler zusammen und beschließen, dass sie etwas ändern müssen. Ausschlaggebend ist die Beichte von Lous Freundin Lissi. Diese gibt zu, auf Lous Drängen gemeinsam mit ihr Ladendiebstahl begangen zu haben. Aus Angst, die Verkäuferin (Amelie Kny) könnte sie anzeigen, wenden sich die Schülerinnen schließlich an ihre Lehrerin (Emma Lederer), und schließlich kommt auch Lous Angst, mit ihren Eltern wieder umziehen zu müssen, ans Licht:  Lu ist derjenige, der sie im Wald findet, nachdem sie sich den Kopf angeschlagen hat. Während ihrer Ohnmacht hat sie sich selbst als nette und mitfühlende Prinzessin gesehen und Lu als den sie und das gesamte Königreich rettenden Prinzen. Lu, der allen Grund hätte, Lou seinerseits schlecht zu behandeln, kümmert sich um sie und berichtet den anderen von Lous Problemen. Die Lehrerin erkennt, dass Lou nicht bloßgestellt werden darf und schlägt ein gemeinsames Projekt aller Schüler vor – als Voraussetzung dafür, dass Lou nicht angezeigt wird. Sowohl Lou als auch die Verkäuferin lassen sich darauf ein, und die Tanzaufführung wird ein voller Erfolg.

Das Ende des Stücks bleibt offen, aber Lu, der in der Schlussszene den Arm um Lou legt, zeigt, dass der Plan der Lehrerin aufgegangen ist und es wohl ein Happy End gibt.

Der Schöne und das Biest, eine Eigenproduktion der Mobbits gemeinsam mit ihrer Spielleiterin Christine Kleinert, greift viele aktuelle Themen aus der Lebenswelt der Schüler auf – Mobbing, Diebstahl, Probleme mit den Eltern und in der Schule. Diese Schülernähe erkennt man, die Darsteller haben mit viel Freunde und Elan IHR Stück auf die Bühne gebracht und mit ihrer motivierten Spielweise auch kleine Texthänger gekonnt überspielt. Unterstützt wurden sie dabei vom Technik-Team des GMG. Und die Botschaft war klar erkennbar: nicht Aussehen oder Status sind wichtig, sondern der Zusammenhalt der Schüler.

Bianca Rauchenberger und Nina Kohl, Spielleiterinnen am MRG

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GMG (ehem.): „Du hast die Wahl“

Obstsalat auf der politischen Baustelle

[ehem. GMG, 28.04.2018] „Du hast die Wahl“ war der Titel einer gesellschaftskritischen Eigenproduktion der Amberger Jugend- Theatergruppe „Obstsalat“, bestehend aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern des Gregor-Mendel-Gymnasiums, die nach wie vor begeistert einmal im Jahr ihrer gemeinsamen Leidenschaft nachgehen und dafür vollen Einsatz zeigen.  Einer von ihnen,  Jonathan Grothaus, welcher das „stille Wasser“ Richard eindringlich verkörperte, kam sogar extra aus Spanien angereist.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAufführungsort war der Club La Vida, ehemals Habana, Schauplatz war ein zweistöckiges Baugerüst, welches die „politische Baustelle“ der Wahlverdrossenheit eindrucksvoll in Szene setzte. Dreizehn zufällig ausgeloste Personen – quer durch die Bevölkerungsschichten – hatten die Aufgabe, in einer Art „Big Brother“-Situation die Beantwortung der Frage: „Wie können wir die Wahl für die Menschen wieder attraktiver gestalten?“ ein Wochenende lang konstruktiv zu bearbeiten. Als der Leiter der illustren Runde, Michael (Johanna Mehringer) schon bei der Vorstellungsrunde auf starken Widerstand stieß, konnte man erahnen, dass es noch zu so mancherlei Kontroversen unter den unfreiwilligen, sehr unterschiedlichen Teilnehmern kommen würde. Da wurde zunächst die strickende Hannelore (originell, Lena Härteis), die schon seit 40 Jahren die CSU wählt, mit der jungen, übermotivierten Annabelle (mitreißend dargestellt von Meike Pfeiffer) konfrontiert, die sich für eine Herabsetzung des Wahlalters stark machte und auch gleich noch ein Wahlrecht für Kinder einforderte. Damit konnte sie zumindest bei der alleinerziehenden Tessa (Sarah Hepp) punkten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAGreenpeace-Mitglied Lucy (Antonia Schmidt mit typischem Öko-Touch) ging sogar noch einen Riesenschritt weiter und forderte ein Wahlrecht für des Menschen besten Freund, den Hund, ein. Nicht nur für den smarten und selbstgefälligen „BWLer“ Clemens (sehr spritzig wiedergegeben von David Pickel) war das aber eindeutig zu viel. Auch für die Lehrerin Gabriele Streit (sehr ausdrucksstark von Anna Liri-Shalsi), die ab dem Augenblick des Betretens der Bühne ihrem Namen alle Ehre machte und entschieden für eine härtere Gangart plädierte. Wer sich nicht an die Regeln hält und von seinem Wahlrecht keinen Gebrauch macht, sollte bestraft werden. „Oder sollte man lieber diejenigen belohnen, die wählen? Mit einem Kinogutschein etwa?“, überlegte Ex-Knasti Jessica (herrlich abgebrüht, Alexandra Jehlicka). Dazu konnte die taffe Bloggerin Freya alias Franziska Neuser, nur abfällig das Näschen rümpfen.  Für sie war klar: „Big Brother is watching you, immer und überall!“ Und schuld an allem Übel waren ihrer Meinung nach  die Freimaurer, Lobbyisten und Firmenchefs. Außerdem regte sie einen  IQ-Test für alle Wähler an, um zu verhindern, dass Idioten zur Wahl gehen dürfen.  Und eine Altersbeschränkung, dann wären die lästigen Rentendiskussionen auch gleich aus der Welt geschafft. Das war dem mit Adiletten beschuhten und mit Trainingshose, Bierflasche und Zigaretten ausgestatteten Günther (fantastisch prollig gespielt von Constanze Gierl) zu hoch. Zielsicher brachte er das Publikum mit seinen flachen Sprüchen immer wieder zum Schmunzeln. Darin stand ihm der coole Murat, ausdrucksstark verkörpert von Barbara Winkler, in nichts nach und gemeinsam mit der großflächig tätowierten Ex-Knasti  Jessica  bedienten sie die gängigen Klischees von Arbeitssuchenden, Jugendlichen mit Migrationshintergrund und  Vorbestraften perfekt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Kontrast dazu mischten sich Hausmütterchen Heidi (sympathisch, Martina Mikuta) und die stets vermittelnde und mit einem Rosenkranz ausgerüstete Gemeindereferentin Petra (Katharina Waal) ins Geschehen ein. Aber zusammen beten und meditieren war auch keine Lösung: ein Ergebnis musste her! Sehr innovativ stellte die gesamte Truppe schließlich den Ideenfindungsprozess in Form einer ideenausspuckenden Maschine dar, inklusive Geräuschen und Bewegungen. Doch als der leicht überforderte Coach am Ende das Resultat einholen wollte, ergoss sich eine wahre Flut von 13 unterschiedlichen Monologen über ihn. Chaos! Allein der bis dahin verschwiegene Richard brachte es fertig, sich Gehör zu verschaffen und schärfte seinen Mitstreitern als oberstes Gebot der Demokratie ein, einander zuzuhören, andere wertzuschätzen und andere Meinungen zu akzeptieren. Dadurch aufgerüttelt schaffte es schließlich dieser Mix von Menschen aus den verschiedensten Lebensrealitäten, sich auf gemeinsame Änderungsvorschläge für zukünftige Wahlen zu einigen.

_web_01_Obstsalat-3078Doch sie konnten damit in Berlin nicht punkten, ihre Impulse wurden einfach abgeschmettert, das ganze Projekt abgeblasen. Das erregte nun endgültig den Unmut aller Beteiligten, allen voran ergriff der scheinbar doch nicht so einfältige Günther lauthals die Initiative und so kam die Idee auf, eine neue Partei zu gründen und das, mit dreizehn zufällig zusammen gewürfelten, an Politik überwiegend nur am Rande interessierten Personen. Letztendlich doch ein starkes Ergebnis der Aktion, welches auch in der eingespielten Radio-Meldung am Ende zu hören war, nämlich, dass zwei ihrer Forderungen in Berlin umgesetzt werden….mit viel Engagement, Esprit und Witz und nicht zuletzt mit vielen absolut passenden Queen-Musikeinlagen gelang es der erfahrenen Theatergruppe und ihrer engagierten Leiterin, Claudia Ried,  ein wichtiges und ernstes Thema humorvoll und kurzweilig auf die Bühne zu bringen.

 Susanna Rosemann, Spielleiterin/EG

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GMG: „Räuber. Schiller für uns.“

Schiller lebt. Erfrischend moderne Aufführung von Schillers „Die Räuber“ im GMG

[GMG, 17.04.2018] Der Theatergruppe der Oberstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums unter der Leitung von Christoph Schulz gelang es  in bravouröser Weise, ein Werk von Friedrich von Schiller wieder lebendig werden zu lassen, in die heutige Zeit zu transportieren und in einer temporeichen und furiosen Umsetzung dem begeisterten Publikum die Essenz des klassischen Stoffes auf sehr unterhaltsame Art  greifbar zu machen. Modern und weiblich, so die Adaption des Klassikers „Die Räuber“. Schillers Räuberhauptmann Karl Moor mutiert zur charismatischen Charlotte Moor (einfach überragend: Isabella Graf). Und Franz, Bruder von Karl, wird in der modernen Version zur eifersüchtigen und missgünstigen Schwester Franziska (sehr überzeugend und präsent verkörpert von Valeria Lagutina). Schillers treue Amalia verwandelt sich zum köstlich verklemmt und schüchtern wirkenden Volker (Leon Rohrwild), der  Ex-Freund von Charlotte, der immer noch an ihr hängt, aber an dem Franziska Gefallen gefunden hat, so dass er mehrere Avancen ihrerseits erdulden  und sich ihrer erwehren muss.

In Marlene Skalas Bearbeitung werden die männlichen Originalvorlagen zwar durch weibliche  zeitgenössische Rebellen ersetzt, hinsichtlich Gewaltbereitschaft, krimineller Energie und Idealismus stehen sie ihren literarischen Brüdern in nichts nach. Mit ihrer Bande hat sich Charlotte in einer alten Fabrikhalle eingenistet. Zur Mädchengang gehören die Materialistin Spiegel (toll und eindringlich: Tamara Lindner), die verkrachte Schauspielerin Nelly (einfach grandios: Judith Bäßler), die das Geschehen mit Original-Schillerzitaten begleitet und würzt, die Feministin Waltraud (stark: Valeria Maas), die fanatische Fundamentalistin Grimm (sehr ausdrucksstark: Johanna Lucks bzw. Clarissa Cizek in der Filmeinspielung), die frustrierte Sozialarbeiterin Alice (gekonnt: Jennifer Bektimirov), die Kleinkriminelle und Jüngste in der Bande Sam (überzeugend: Aurelia Ziegler) sowie die total durchgeknallte Computerspezialistin E.T., die von Carolin Spieß sehr authentisch und eindrucksvoll verkörpert wurde.

Auch die Nebenrollen waren stark besetzt. Lea Braun spielte Ruth, die Freundin von Franziska und Charlotte, Dorothea Niller die Kommissarin und Peter Netta mimte in seinen Rollen den Polizisten, einen GSG9-Beamten und eines der Monster.

Die Handlung der Stücks folgte im Wesentlichen dem Original. Lotte, die ihr Ausbrechen aus der bürgerlichen Gesellschaft mittlerweile bedauert und die Bande eigentlich verlassen will, wird von ihrer eifersüchtigen und intriganten Schwester Franziska, die sich um Charlottes Freund „kümmert“, an einer Rückkehr durch gefälschte Briefe an ihren Vater Maximilian Moor (in seiner Eigensüchtigkeit überzeugend dargestellt von Johannes Altmann) gehindert. Daraufhin schwört Charlotte endgültig ihren familiären Bindungen ab und wendet sich ganz dem illegalen Leben mit ihren dubiosen und in ihren Einstellungen recht fragwürdigen Bandenmitgliedern am Rande der Gesellschaft zu. So unterschiedlich die jungen Leute um Charlotte allerdings sind, so unterschiedlich sind auch ihre Beweggründe, sich in dieser Bande zusammen zu schließen, was schon bald zu existentiellen Interessenskonflikten führt und die Gruppe in eine ausweglose Situation bringt. Gerade hier prallen die Charaktere aufeinander – und das alles kommentiert von der Schauspielerin Nelly, die stets ein Reclam-Heft mit sich herumschleppt und auf Schritt und Tritt Schillers Sprachschätze gekonnt rezitiert. Als Charlotte die Gruppe verlassen will, fühlen sich alle im Stich gelassen. Ein gemeinsamer Coup, dem die Guten nur zustimmen, weil sie sich ausmalen, was sie mit dem Geld alles tun können, soll die Bande zusammenhalten. Doch die Situation eskaliert, und im Räuberlager entbrennt ein Machtkampf zwischen Geldgier, Gewalt und falsch verstandenem Heldentum.

Schiller, würde er heute noch leben, wäre am Ende sicherlich begeistert gewesen, und alle, denen der Zugang zu klassischen Stücken bisher fehlte, waren es mit Sicherheit auch.

Das äußerst anspruchsvolle und eigentlich recht textlastige Stück wurde mit einer unglaublichen Spielfreude umgesetzt und einem begeisterten Publikum präsentiert, das sich zum Schluss mit viel Applaus für diesen kurzweiligen Abend bedankte.

Winfried Sima, Spielleiter FOS/BOS

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Ausdrucksstark und mit viel Leidenschaft

[GMG, 27.04.2017] Dass die Theatergruppe der Mittel- und Oberstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums ihr Publikum begeisterte, lag nicht nur an der verschrobenen und  sehr unterhaltsamen Komödie „Doof gelaufen“ selbst, sondern vor allem an den ausdrucksstarken Darstellern, die mit ihren jeweiligen Schrulligkeiten und schauspielerischen Fähigkeiten den einen oder anderen Lachmuskel deutlich strapazierten.

Schauplatz und Kulisse ist die etwas unordentlich und messihafte WG in der Goethestraße 22,  in der einige mehr oder weniger „verpeilte“  Bewohner, nämlich die Hauptpersonen des Stücks, zusammenleben. Während die wortgewandte Vicky, sehr authentisch und überzeugend gespielt von Aurelia Zielger, dem Alkohol frönt und Geld für ihr Studium im Fast-Food-Restaurant verdient, vertrödelt Julia (erfrischend lebendig dargestellt von Valeria Lagutina) ihre Zeit mit Duschen und Schminken.

Peter Netta spielt den einzig männlichen Vertreter dieser ansonsten weiblich dominierten WG und mimt sehr überzeugend und glaubwürdig den von  allerlei Neurosen geplagten Sebi, der sich oftmals wegen seiner Ängste und Allergien selbst im Weg steht. Die Vierte im Bunde ist die etwas alternativ-ökomäßig angehauchte  Tanja (blendend im Agieren und stark im Ausdruck von Clarissa Cizeh), die gute Seele in dieser Gemeinschaft, die mit ihrer Fürsorglichkeit und ihrem Sauberkeitsfimmel für ein harmonisches Zusammenleben und Miteinander sorgt.

Dass diese schrullige Studenten-WG kein ideales Ziel für einen Raubüberfall ist, bekommt das Schurkenehepaar Valentina und Klaus zu spüren, das durch eine dumme Verwechslung zur falschen Adresse gefahren ist. Die beiden wollten eigentlich den wohlhabenden Herrn Vogelsang ausrauben, der -wie es der Zufall nur so will- der fiese und ausbeuterische Chef von Sebi ist. Die dominant und resolut wirkende Valentina,  schön verkörpert von Emily Landel,  und ihr etwas kleinlauter und emotionaler Mann Klaus (mit fesselnder Mimik und Gestik gespielt von  David Pickel) geben ein sehr amateurhaftes und ungleiches Gaunerpärchen ab, das augenscheinlich wenig Erfahrung bezüglich Raubüberfällen hat und darüber hinaus noch mit ganz anderen Problemen bei der nun folgenden Geiselnahme konfrontiert ist: Julia und Klaus finden sich auf Anhieb sympathisch und er freundet sich mit Julia an, die sehr viel „Verständnis“  für den von seiner Frau Dominierten aufbringt, was natürlich große Eifersucht bei Valentina hervorruft.

Als Sebi im Gerangel den Pizzaboten (verkörpert von Lea Braun, die auch in ihrer zweiten Rolle als Polizist vollstens überzeugt) erschießt, brechen sich die kriminellen Energien Bahn: Die WG beschließt mit Hilfe der Gauner, die Leiche verschwinden zu lassen und sich der Polizei  gegenüber als Geiseln blutrünstiger Kidnapper auszugeben, denn so wollen sie sich ihren Teil am Lösegeld sichern und sich als Aussteiger ihre Träume erfüllen. Die Polizei, von Judith Bässler grandios und mitreißend verkörpert, scheint nicht wirklich an der Aufklärung des Falles interessiert zu sein und bleibt erstaunlich passiv; vielmehr schlägt sich der Kollege (Lea Braun) letztlich auf die Seite der Gauner. Das erpresste Lösegeld wird von Julias Mutter, von Frau Braun (sehr adrett und reizend gespielt: Carolin Spies)  übergeben, diese zeigt aber keinerlei Interesse am Leben und Schicksal ihrer Tochter.

Zu guter Letzt dringt doch noch die Polizei in die bereits leere und verlassene WG ein und muss feststellen, dass der Einsatz „doof gelaufen“ ist, womit das sehr kurzweilige Stück endet.

Insgesamt traf der Mix aus Krimi und Komödie bei den Zuschauern voll ins Schwarze, sehr oft brach das Publikum wegen der teilweise skurrilen und unerwarteten Verwicklungen in Gelächter aus. Es spendete zum Schluss herzlichen Applaus, der auch den engagierten Spielleitern Christine Kleinert und Christoph Schulz galt, die mit großem Engagement dieses kurzweilige und amüsante Stück mit ihrer Theatergruppe auf die Bühne brachten.

Winfried Sima, FOS/BOS

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Shakespeare im Comedy-Format

 

[GMG, 28.06.2017] „Schöne gegen Weiber – Coole gegen Tussen“ – so klang der Refrain des Raps, den sich die beiden „feindlichen Lager“ verbal, optisch und auch bildhaft um die Ohren hauten in dem temporeichen und frechen Stück „Zehn Dinge, die ich an dir hasse“ von Claudia Ried, aufgeführt von der Theatergruppe „Die Oscars“ des Gregor-Mendel-Gymnasiums am letzten Mittwoch in deren Mensa.

In Anlehnung an Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ und die amerikanische Aktualisierung „Zehn Dinge, die ich an dir hasse“ drehte sich alles  um die zwei sehr unterschiedlichen Töchter der gestressten Gynäkologin Fr. Liebermann (herrlich authentisch gespielt von Marion Hopfenzitz). Die eine, Katharina (Katharina Filimonov)  will offensichtlich nichts mit Jungs und Zickenkram zu tun haben, was der anderen, Bianca (Ayana Bauer) zum Verhängnis wird, da sie ihrerseits ausgesprochen großes Interesse an Jungs hat, aber erst ein Date haben darf, wenn auch die „widerspenstige“ Kathi an den Mann gebracht worden ist. So hat es Frau Doktor beschlossen, Shakespeare lässt grüßen! Nicht zu vergessen war die dritte im Bunde, die kleine Schwester Elisabeth (Julia Depperschmidt, klein, aber oho!), die durch ihre vorlaute und immer hungrige Art gehörig an den Nerven ihrer Familie sägte.

Gleich zu Beginn kündigt die coole Mel (Alicia Schroers Gómez) die „Schönen“  an und steigt auch unmittelbar in die coole Gang um Katharina und Tine (Lucy Riß, abgefahrenes Styling) und somit in die Handlung ein. Im Verlauf des Stücks wechselt sie immer wieder von der Erzählerin zur Darstellerin, was der rasanten Szenenabfolge sehr gut tut. Zu den Tönen von „Barbie Girl“ stolzieren Bianca (Ayana Bauer – „Barbie Girl“ in Vollendung!), Lisa (Ida Hanft), Vroni (Jessica Urbanovic), Hanna (Laura Tschursin) und Lara (Natalia Matula) ins Bild, sichtlich um ihr aufgeputztes, sehr blondes Äußeres bemüht. Köstlich vermitteln sie durch ihre tiefen Schmachtseufzer ihre große Bewunderung für den „Ober-Macker“ der Schule, KJ (Niko Tadin), der eher materiell als intellektuell bestückt ist und  kurze Zeit später zu den Klängen von „Shaggy – Mr.Boombastic“ einen dementsprechenden  Auftritt hinlegt. Grandios! Zu toppen ist seine Coolness nur noch durch das Auftreten des neuen Schülers Jojo (Paula Schißlbauer), dessen breitbeiniger Macho-Gang selbst einen John Wayne in den Schatten gestellt hätte.

Dann taucht noch das Trio Max (Richard Römmich), Frederike (Violetta Kaiser) und Lukas (Celina Fink) am Ort des Geschehens auf und punktet mit smartem Verstand und „Organisationstalent“. Sie beschließen, gesponsert von KJ, der sich seinerseits Chancen bei Bianca ausrechnet, Jojo als Date für Kathi anzuwerben, um dem verliebten Lukas den Weg zu Bianca frei zu machen. Jojo lässt sich auf den zweifelhaften Deal ein und stellt schnell fest, dass er wirklich Gefallen an Kathi findet. Nicht nur durch sein Gitarrespiel macht er Eindruck bei ihr und sie nimmt zur großen Überraschung aller seine Einladung zu einer Party an, was damit endet, dass sie sich in ihn verliebt.

Bianca allerdings kommen Zweifel an KJ. Entsprechend ernüchtert gestaltet sich die Frühstücksszene am nächsten Morgen, in der nur die genervte Mutter spricht und die Töchter nebst Freundin Vicky (Mabel Kigadye, anrührend) durch überdimensional groß bedruckte Textblätter, an ihren Sitzkisten heftend und von den einzelnen Protagonisten aufgeblättert, für den nonverbalen Dialog sorgen. Selbst in dieser Szene hat übrigens Vicky, die Freundin der kleinen Schwester Elli nichts zu melden, außer leere Blätter, was beim Publikum einmal mehr für Lacher sorgte.

Bald nach der Sause fliegt der vermeintliche Gefühlsschwindel durch die ebenfalls an Jojo interessierte, aber abgeblitzte Sophia (Vivian Gier, herrlich naiv) auf. Liebeskummer macht sich breit, sowohl bei Kathi als auch bei Jojo. Hilfe kommt ausgerechnet von Bianca, als ihr Kathi gesteht, dass sie einmal was mit KJ hatte. So nähern sich die beiden Schwestern wieder an, was letztendlich auch auf ihre „Gangs“ abfärbt, und Bianca wird klar, dass sie sich doch für den aufrichtigen Lukas entscheiden sollte, der nur ihretwegen Französisch gelernt hat.

Szenenwechsel: Es wird ein Gedicht für die nächste Deutschstunde von Frau Rudolf (Julia Groß, überzeugend gespielt) eingefordert. Viele krasse Sprüche sind zu vernehmen und der coole Norbert (Alina Dotzler) reimt mit Mel sogar im Duett. Als letzte tritt Kathi vor die Klasse und verkündet an Jojo gerichtet „zehn Dinge, die ich an dir hasse“ mit dem Schlusssatz  „mein Herz, das kann nicht von dir lassen“. So geht es auch Jojo, und als „Wiedergutmachung“ ersteht er eine Gitarre von dem Geld, das er für die Verabredung mit Kathi von KJ erhalten hat, und kann somit Kathis Herz zurück gewinnen. Auch Lukas verzeiht Bianca ihren „Fehlgriff KJ“ und erwärmt sich erneut für sie.

Während des gesamten Stückes war der Jugendlichen liebstes Spielzeug, das Handy, sehr präsent, welches einmal mehr die Veränderung in unserer heutigen Kommunikation deutlich machte.

Abschließend ist die einfallsreiche, minimalistische Bühnenausstattung, bestehend aus einem Podest und mehreren Holzkisten, welche gekonnt Szene für Szene neu ein- und umgesetzt wurden, zu erwähnen.

Insgesamt bewiesen die einzelnen Akteure großes schauspielerisches Talent, auch durch ihr gekonntes Mienenspiel, was in den abwechselnd eingesetzten Pantomime-Szenen hervorragend zur Geltung kam. Musikalisch treffend und mit vielen Mitteln des modernen Theaters gespickt, gelang es der witzig-frechen Truppe um die leidenschaftliche Theatermacherin Claudia Ried, den vielen Besuchern zwei kurzweilige und amüsante Stunden Unterhaltung zu bescheren.

Susanna Rosemann, EG

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„Wer Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“

[GMG, 13.05.2017] Auf der Grundlage von David Leviathans Roman „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ inszenierte die Schulspielleiterin Claudia Ried, die den Text pointiert für eine Theaterproduktion umschrieb, mit ehemaligen Schülern des Gregor-Mendel-Gymnasiums ein ein ebenso kurzweiliges wie witziges Stück in der Mensa der Schule. Das ungewöhnliche Konzept der Handlung zog das begeisterte Publikum gleich von Beginn an in seinen Bann.

Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt: Nicki liebt Daniel. Doch die ersten Begegnungen zwischen den beiden finden nur per E-Mail statt, die die Zuschauer mithilfe zweier Erzählerstimmen aus dem Off (als Daniel David Pickel; als Nicki Dorothea Niller) zu hören bekommen. Das Problem dieser Liebesgeschichte: Nicki wacht jeden Morgen in einem anderen Körper auf. Als sich die Freundschaft mit dem schriftstellerisch talentierten Daniel (auch auf der Bühne David Pickel) vertieft, kommen auch ihre neuen Identitäten aus seiner näheren Umgebung, denn sie erwacht mit Beginn des Stücks in den Körpern seiner Arbeitskollegen. Daniel, Volontär einer Zeitung, weiß davon zunächst nichts und kann sich wie alle anderen nur über das seltsame Verhalten seiner Kollegen wundern.

Je nachdem, in welcher Person Nicki erwacht, ändert sich auch das Tagesmotto, das im ansonsten bewusst einfach gehaltenen Bühnenbild durch einen überdimensionalen Kalender (gestaltet von Michael Kamann) präsentiert wird. Am ersten Montag erwacht Nicki im Körper der mit weiblichen Reizen gut bestückten Narzissa (Anna-Liri Shalsi). Das falsche Zitat dieses ersten Tages: „Heute bin ich nett.“ – Lord Voldemort. Nicki verhält sich im Körper der Chefin Narzissa ganz anders, als der Rest der Redaktion es erwartet, denn sie ist aufmerksam, höflich und umgänglich. Ähnlich setzt sie ihren Weg durch die Körper fort, immer in Daniels Nähe, dessen Aufmerksamkeit sie erlangen möchte.

So flirtet der Sportreporter Andi (Constanze Gierl) auf einmal mit dem Volontär Daniel und macht sich Gedanken um sein eigenes äußeres Erscheinungsbild, sprich Jogginghose, was eben von der schlagfertigen Kim (Antonia Schmidt) mit dem Satz der Überschrift kommentiert wird. Der ansonsten meist angetrunkene Reporter Magnus (Barbara Winkler) interessiert sich für Daniels Arbeit. Hugo, der recht unterwürfige Sekretär (Alexandra Jehlicke), rebelliert gegen die dauernd nörgelnde Chefin. Am Freitag erwacht Nicki in Daniels Körper und gewinnt einen intensiven Einblick in sein liebenswertes Wesen und sein Talent. Da sie durchaus bemerkt hat, dass Daniel Augen für die hübsche, blonde Sophie (Meike Peffer) hat, benimmt sie sich am Folgetag in deren Körper völlig daneben – frei nach dem Tagesmotto: „Heute bin ich von der Rolle“ – Klo Papier.

Es ändert sich alles, als Nicki in Kims Körper Daniel ihre Geschichte erzählt. Denn ab diesem Zeitpunkt verabreden sich beide täglich, aber Nicki eben immer im Körper einer anderen Person. Das führt in der zweiten Hälfte des Stücks zu grotesken, aber auch nachdenklichen Szenen, weil sich damit die Frage stellt, wie viel Anteil das Äußerliche in einer Beziehung einnimmt. Während Daniel mit den weiblichen Körpern der Praktikantin Doro (Martina Mikuta), der Putzfrau Gabi (Lena Härteis) und Bella (Katharina Waal) noch zurechtkommt, ist ihm die Annäherung des spießigen, CSU-begeisterten Politik-Redakteurs Helmut (Jonathan Grothaus) unangenehm.

Als Daniel einen Tag nicht in der Redaktion anwesend ist, muss sich Nicki im Körper des Fotografen Jules (Johanna Mehringer) mit ihrem schlechten Gewissen auseinandersetzen. Auf Initiative von Magnus und Bella hat sie Fotos einer im Koma liegenden Profi-Tennisspielerin gemacht, hat jedoch Skrupel, mit dem Schicksal dieser Frau Geld zu verdienen. Und hier schließt sich der Kreis: Als nämlich am Folgetag Daniel im Büro erscheint, wird klar, dass seine Nicki eben diese Tennisspielerin ist, die wieder aus dem Koma erwacht ist. Der Schluss deutet ein Happy End an, bleibt aber offen.

Schauspielerisch zeigten die ehemaligen Schüler/innen ein hohes Niveau, denn neben der eigentlichen Rolle, musste auch jeder Nicki darstellen können. Der brillante und mit Wortspielereien gespickte Text tat sein Übriges und brachte das Publikum häufig zum Schmunzeln und Lachen. Durch die Thematik der wechselnden Identitäten bekam das Stück gleichzeitig eine Tiefe, die in mancher Szene die Zuschauer zum Grübeln brachte. Das Publikum dankte dem Team den kurzweiligen Abend mit einem lang anhaltenden, tosenden Applaus. Die Gruppe „Obstsalat“ kündigte am Schluss des Stücks an, auch noch weiter machen zu wollen. Damit dürfen die Zuschauer auch im nächsten Jahr wieder auf ein Stück hoffen, das in den Köpfen noch nachwirkt.

Diana Schneider, MRG

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