Monatsarchiv: April 2015

Belauschen am lauschigen Balkon: Hohe Spielkunst bei FOS/BOS

Was die Theatergruppe der FOS/ BOS in der voll besetzten Mehrzweckhalle der Schule präsentierte, war mehr als Laientheater von Schülern – es war hohe Spielkunst. So hatten sich die beiden Regisseure Burkhart Häusler und Winfried Sima an ein ganz modernes Stück gewagt: „Balkonszenen“ von John von Düffel, amtierender Dramaturg am Deutschen Theater in Berlin.

Dennis Altenhof zog das Publikum bereits mit dem ersten Schritt auf die Bühne als Ansager in seinen Bann und versprach, dass die Zuschauer Zeuge eines Stücks werden würden, das eigentlich nicht als solches gesehen werden darf, sondern eher als eine Reihe loser durch Raum und Zeit verbundener Szenen. Der Ort und die Zeit des Geschehens: der Balkon eines Hauses, in dem ein rauschendes Fest stattfindet. Meist in Zweier-, hin und wieder in Dreierpaaren flüchten sich verschiedene Gäste auf den Balkon und lassen die Zuschauer Zeuge ihrer Unterhaltungen werden, deren Hintergründe sich erst nach und nach erschließen lassen.

Schon in der ersten Szene wurde klar, dass sich die belauschenden Zuschauer nicht auf ihr erstes Urteil verlassen sollten, denn die beiden Frauenfiguren Alexandra, grandios gespielt von Theresa Linhard, und die Politikerin Simone, sehr facettenreich von Sophia Gräfenhahn gegeben, outen sich nach und nach als vermeintliches Liebespaar und machen damit erste Eindrücke zunichte. Nachdem Simone Alexandra verlässt, taucht Mr. Shade, mit betörender Hauchstimme von Igor Ewert gespielt, auf, und klebt der flüchtenden Alexandra nunmehr als anhänglicher Verehrer am Hosenbein. Dies führt vor allem im späteren Verlauf zu grotesken Situationen, als ein weiterer Verehrer Alexandra verführen möchte. Die nächsten Szenen führen weitere Charaktere ein, die ähnlich mit den Sympathien und Antipathien der Zuschauer spielen, indem erste Eindrücke durch weitere Informationen zerstört werden und klar machen, wie wenig man seinen Gefühlen trauen sollte. Reinhard, ebenfalls durch Dennis Altenhof mit fesselnder Mimik und Gestik gespielt, zeigt sich als „Kriecher“ vor seinem berechnenden Geschäftspartner, kaltschnäuzig von Lorenz Feja gegeben, und möchte um jeden Preis bei den anderen ankommen, auch wenn er sich dabei selbst sichtlich akrobatisch verbiegen muss. Jacob Katana überzeugt mit wahnwitzigen Verrenkungen als Mann, der seine verstorbene Frau im Ohr hört.

Der zuerst Mitleid erweckende, sich selbst erniedrigende Richard, empathisch von Chris Kurzweil gespielt, vergöttert Ruth, sehr beeindruckend von der stimmgewaltigen Theresa Kotz gegeben. Doch Ruths Zickereien und Beschimpfungen zeigen ein anderes Bild von Richard, der offensichtlich nicht der treu-doofe Partner der perfekten Frau ist, sondern vielmehr ebenfalls dunkle Seiten zu haben scheint. Gen Ende der ersten Hälfte kommen noch der desinteressierte Einzelkämpfer, herrlich apathisch von Devin Burris verkörpert, sowie die Journalistin, authentisch von Katharina Kraus gegeben, ins Spiel. Während die Reporterin die politischen Floskeln der emanzipierten Simone enttarnt, bringt der Einzelkämpfer den geldbesessenen Rüdiger, überzeugend von Lorenz Feja gespielt, durch sein Schweigen zum Reden.

Nach einer kurzen Pause, die von den Zuschauern zu ersten Diskussionen um die Bedeutung der Szenen genutzt wurde, präsentierte die schauspielerisch auf hohem Niveau agierende Truppe immer neue Gruppenkonstellationen aus den Charakteren. Trotz der typischen Züge der Figuren mussten die jungen Akteure auch andere Facetten an ihnen zeigen, was ihnen mit Bravour gelang. Neben Stimmskulpturen und pantomimischen Szenen fesselten die Schauspieler/innen ihr Publikum auch mit einer Live-Gesangs-Einlage und sorgten so für nachdenkliche, aber auch unterhaltsame Kurzweile bis zum Schluss. Die Zuschauer dankten es ihnen mit minutenlangem, stürmischem Applaus.

Diana Schneider (MRG)
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Klassiker feiert Premiere am Erasmus-Gymnasium: Schwarzer Humor mit „Arsen und Spitzenhäubchen“

Der amerikanische Schriftsteller Joseph Kesselring verfasste sein berühmtestes Theaterstück „Arsen und Spitzenhäubchen“ im Jahr 1939, und ab 1944 wurde es weltberühmt – nämlich in dem gleichnamigen Film mit Cary Grant und unter der Regie von Frank Capra. Gegen dieses Vorbild anzuspielen, war schon besonders mutig von der Oberstufentheatergruppe des Erasmus-Gymnasiums und ihrer Leiterin Elisabeth Bremer. Aber gelohnt hat es sich jedenfalls, den engagierten Schülerinnen und Schülern zuzusehen, wie sie bei aller (beabsichtigten) Konfusion der schwarzhumorigen Handlung dem Publikum den nötigen Durchblick vermittelten und dabei über die Rampe brachten, wieviel Vergnügen ihnen selbst das Verwirrspiel um die Familie mit den seltsamen Vorlieben bereitete.
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Abby und Martha

Da sind zunächst die beiden alten Damen, die nicht nur die Spitzenhäubchen tragen, die im Titel genannt sind, sondern auch mit dem Fingerspitzengefühl der feinen Köchinnen das Arsen so zu dosieren vermögen, dass ihre Opfer (einsame, alte Männer) eines angenehmen Todes sterben. Diese Mischung aus frommem Mitleid und robuster Rücksichtslosigkeit stellten Lea Dotzler (Abby) und Franziska Rampf (Martha) sehr gewandt dar. Neffe Mortimer (überzeugend von Julian Prechtl verkörpert) ist völlig außer sich, als er das dunkle Geheimnis seiner Tanten entdeckt, und er befürchtet, dass er seine gerade geschlossene Verlobung mit der reizenden Ellen (reizend: Nina McAllister) wieder lösen muss, um sie vor dem Chaos dieser Familie zu bewahren.

Dr. Einstein (vorn) und Jonathan

Dr. Einstein (vorn) und Jonathan

Doch es kommt noch schlimmer: Neben Mortimers Bruder Teddy, der sich für Präsident Roosevelt hält (mit stürmischem Schwung: Samy Stadler), gibt es auch noch den Bruder Jonathan, der eine mörderische Karriere auf mehreren Kontinenten hinter sich hat (passend furchteinflößend: Luca Baumgärtner) und von einem ständig betrunkenen Arzt begleitet wird, der ab und zu Jonathans Gesicht umoperieren muss – Stephanie Bieda überzeugte hier als Dr. Einstein.

Dass momentan sowohl Abby und Martha als auch Jonathan gerade wieder eine Leiche verschwinden lassen wollen, sorgt für einige brenzlige Situationen, denn ständig kommt jemand ins Zimmer, der diese Leiche nicht sehen soll – vor allem die freundlichen Polizisten, die gewohnheitsmäßig zu den Tanten zum Kaffee kommen.
Eine Lösung für einige der angedeuteten Probleme zeichnet sich ab, als Teddy, Abby und Martha sich bereit erklären, in ein Sanatorium zu ziehen, und Jonathan von der Polizei abgeführt wird, doch auch ganz am Schluss wird dies noch einmal in Frage gestellt, als die Tanten dem hilfsbereiten Heimleiter Witherspoon (sehr freundlich: Amelia Wismeth) von ihrem vergifteten Holunderwein anbieten.
In weiteren Rollen wirkten engagiert mit: Timo Schmid, Lena Czarnec, Carolin Wolf, Susanne Schneider, Antonia Tschierschke und Maximilian Knab.
Mortimer und Ellen

Mortimer und Ellen

Zum Gesamteindruck trug die Einrichtung des Wohnzimmers bei (samt Sitzgarnitur aus dem Besprechungszimmer der Schule) sowie die geschickte Nutzung der Seitenabgänge – nach links hinab zum „Keller“, in dem Teddy am „Panama-Kanal“ weitergrub, um dort dann auf Bitten der Tanten die Leichen zu bestatten, und nach rechts die Treppe hinauf zu Teddys Zimmer, die mit Trompetensignal und Sturm-Kommando erklommen werden musste.
Das Publikum zeigte sich von der turbulenten Komödie sehr angetan und spendete herzlichen Applaus, auch der Spielleiterin Elisabeth Bremer, für die das Stück eine Premiere in dieser Funktion war. Man kann auf die weiteren Produktionen unter ihrer Leitung gespannt sein.

Peter Ringeisen (DJDG)

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Unter dem Regenschirm alle gleich: Gelungene MRG-Eigenproduktion

Auftaktveranstaltung im Stadttheater (Bild: Bernd Müller)

Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Am 25. März begrüßte Schulleiter Wolfgang Wolters das Publikum und versprach bereits einen kurzweiligen Abend mit den Theaterschülern und ihren liebenswerten Macken. Der Titel „Regenesis“ setzt sich zusammen aus dem Wort „Regen“ und dem altgriechischen Wort „Genesis“, das „Entstehung und Schöpfung“ bedeutet. Durch die abwechslungsreiche Eigenproduktion führten zwei überzeugende Sprecherinnen (Milena Täschner, Anni Horst) mit Humor und Charme, die gekonnt das Publikum durch den Abend leiteten. Im Zentrum stand der uns allseits bekannte Regenschirm – doch nicht in der Funktion, wie wir ihn kennen.

Wir schreiben das Jahr 2015 – die Klimaerwärmung sorgt für sintflutartige Regenfälle, die die Erde überfluten und die gesamte Menschheit auslöschen. Im Rahmen einer Wette zwischen den beiden Moderatorinnen beginnt die Schöpfung wieder von neuem nach dem 1. Buch Mose der Bibel. Dabei nehmen sie gekonnt den Direktor aufs Korn, der sich ja wohl mit dem Ruhetag sehr gut auskennen müsste. Die ersten Menschen im Paradies heißen nun nicht mehr Adam und Eva, sondern Albert und Edeltraud. Es stellt sich für die beiden Sprecherinnen die Frage, ob die Menschen toleranter sein werden oder auch nicht. Das Projekt „Regenesis“ soll der Menschheit einen Neuanfang mithilfe eines Reliktes aus der alten Welt ermöglichen: dem Regenschirm.

Auftaktveranstaltung im Stadttheater (Bild: Bernd Müller)

Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Auf den fünf neuen Kontinenten entdecken die jeweiligen Neandertaler (brilliant und ausdrucksstark gespielt von Franziska Gericke, Nicole Dreher, Luisa von Weikersthal, Katharina Schricker, Selina Klatt, Judith Mitschke, Sophie Nibler und Maximilian Maier) das Überbleibsel aus der vergangenen Zeit für sich neu. Für jeden Zuschauer ersichtlich war die eindeutige symbolhafte Farbgebung durch die präzise Beleuchtung (Manuel Holzschuh, Linda Göbl und Dorothee Mayer) und der Requisiten des jeweiligen Kontinents.

Die Bewohner des roten Kontinents (überzeugend und mitreißend dargestellt u. a. von Kathrin Eckert, Franziska Gericke, Franziska Niller und Elisa Schuth) bezeichnen den Schirm als Spanner und nutzen ihn produktiv und gewinnbringend, z. B. als Tragetasche oder Wäschespinne. Alles zu haben bedeutet für sie Glück.

Auf dem blauen Kontinent wird der Schirm als Schüssel für den Kommunikationsaustausch erschlossen. Die Schüssler Luisa von Weikersthal, Katharina Schricker und Lisa-Marie Brüning faszinierten durch ihre gekonnte Verbalisierung von Textnachrichten das Publikum. Doch der Wille, ständig erreichbar zu sein, entwickelt sich in dieser Netzwelt zum Zwang.

Die Einwohner des gelben Kontinents entdecken den Schirm für sich als Dreher. Raffiniert und einfallsreich setzten die Schauspieler Selina Klatt und Sophie Nibler den Fortschritt um, mit Schirmen als Drehfahrzeuge besser und schneller zu sein. Ihre Devise: Nichts ist unerreichbar. Die Dreher vergessen aber dabei ihre Umwelt.

Im Militärmarsch präsentieren sich die Bewohner des schwarzen Kontinents (einschüchternd und fesselnd gespielt von Alexandra Koller, Franziska Gericke, Nicole Dreher, Katharina Schricker, Lisa-Marie Brüning, Lia Haberland, Maximilian Maier und Niclas von Ciriacy-Wantrup)mit ihrem Requisit, das sie zur Mordwaffe entwickelt haben. Gewalt, Gehorsam und Terror gehören zum Alltag der Stecher.

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Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Im absoluten Gegensatz dazu beten die Einwohner des weißen Kontinents ihren Schirmus Regus an. Doch die Religion der Regusianer entwickelt sich zum Fanatismus. Ergreifend und beeindruckend zogen u. a. Judith Mitschke und Alexandra Koller als Regusianer das Publikum in ihren Bann.

Es kommt, wie es kommen muss: Ein Streit zwischen den Kontinenten entbrennt, was denn nun der richtige Verwendungszweck des Regenschirms sei. Antworten soll eine Weltkonferenz zum Stecher-Dreher-Spanner-Regus-Schlüssel-Dings, kurz – dem Regenschirm, liefern. Doch es steigert sich zu einem großen Tumult. Die roten Spanner und die schwarzen Stecher formieren sich zu einer Allianz und unterwerfen die komplette restliche Bevölkerung.

Und wieder beginnt es zu regnen. Nur ein kleines Mädchen (souverän und entzückend gespielt von Hanna Schallmeier) weiß in ihrer kindlichen Naivität den Regenschirm richtig zu verwenden. Auffallend: Ihr Schirm ist bunt und vereint farblich alle Nationen.

Die Moderatorin, die von Beginn an daran zweifelte, dass die Menschheit aus ihren Fehlern lernen würde, sieht sich als Siegerin der Wette. Die Moral von der Geschicht: Letztlich sind wir unter dem Regenschirm alle gleich… Und die Entdeckung beginnt wieder von vorne… Werden die Menschen diesmal dazulernen?

Mit dieser äußerst gelungenen Eigenproduktion stellten Regisseurin Diana Schneider und ihre SchauspielerInnen ihre Kreativität, ihren Humor und ihr Können beeindruckend unter Beweis.

Brigitte Bodensteiner und Ellen Bugera (FXvS-RS)

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„Der Clou“: Glanzpunkt für GMG

Auftaktveranstaltung/Stadttheater (Bild: Bernd Müller)

Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Frei nach dem gleichnamigen Film von George Roy Hill mit Robert Redford und Paul Newman,  hat die Theatergruppe der 10. – 12. Jahrgangsstufe unter der Leitung von Claudia Ried kürzlich eine witzig spritzige Gaunerkomödie auf die Bühne gebracht. Vom Charme der 30iger Jahre durchzogen und mit einem „Schuss Moulin Rouge“ gewürzt  bot „Der Clou“ vom Anfang bis zum Ende Spannung, gute Laune und beste Unterhaltung.

Das zahlreich erschienene Publikum konnte mühelos dem mit einem weißen Hut bestückten, sympathischen Kleinkriminellen Johnny Hooker durchs Stück folgen, überzeugend dargestellt von David Pickel, 10a. Dieser hatte zu Anfang unwissentlich das Mitglied einer Mafiabande übers Ohr gehauen. Daraufhin lässt der Mafiaboss Lonogan, authentisch vermittelt durch Jonathan Grothaus (Ehemaliger), zunächst Hookers Komplizen Luther ermorden und trachtet nun ihm nach dem Leben. Doch auch kleine Fische haben ihre Strategien um im großen Meer von Betrug, Macht und Geld mitschwimmen zu können. Mit viel Charme versteht es Hooker, sich die geniale Unterstützung des legendären Gaunerpärchens Henry und Sam Gondorff zu organisieren, eindrucksvoll und gekonnt dargestellt von Barbara Winkler, Q12 und Constanze Gierl, Q 11.

Gemeinsam mit ihnen und deren Freunden plant Johnny einen genialen Coup, um seinen Freund zu rächen und Lonogan um Geld und Ehre zu bringen. Bei den Freunden der Gondorff-Brüder handelte es sich  um eine Varietégruppe à la Moulin Rouge, angeführt von Henrys Liebster Belle (Lena Härteis, Q12) und ihrem süßen „Mädchen für Alles“, Louis, den Quirin Langer, Q 12 gekonnt und amüsant in Szene setzte und somit für so manchen Lacher sorgte. Nicht zuletzt damit, als er Billy (Martina Mikuta, Q11),  dem etwas tölpelig wirkenden Kumpel Hookers,  an die Wäsche wollte.

Auftaktveranstaltung im Stadttheater (Bild: Bernd Müller)

Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Die Showtruppe, die anfangs eine gewagte Tanzeinlage zu dem Lied „Lady Marmalade“ darbot, trug wesentlich zur  durchwegs heiter lockeren Atmosphäre im düsteren Gaunermilieu bei. Für die Choreographie des Tanzes zeichneten die  Schülerinnen Anna-Lena Kraus, Sarah Hepp (beide Q 11) und Meike Pfeiffer (Q 12) verantwortlich. Letztere glänzte auch als launisches, blondes Liebchen Sam Gandorffs und Sarah Hepp verkörperte ebenso gelungen die forsche Bardame Kimberly.

In den Dialogen besonders ausdrucksstark, erfrischend und keck konnten sich Antonia Schmidt, Q11, als Loraine und Hanna-Miriam Patt, Q 12, als Inspektor Snyder, von der Regisseurin sinniger Weise mit einer Frau besetzt, vortrefflich in Szene setzen und mehrmals einen Zwischenapplaus für sich verbuchen.

Ein Hingucker waren auch die drei FBI Agenten (Katharina Waal, Q11, Miriam Schrott, Q12 und Franziska Neuser, Q11), sowie Snyder und Hooker, welche es auf beeindruckende Weise verstanden,  durch vollen Körpereinsatz das Bild einer Autofahrt  auf zwei Holzkästen zu vermitteln.  Johanna Mehringer, Q 11,  schlüpfte gleich in zwei Rollen: Die des Charles Madock und des Mordopfers Luther. Außerdem spielte sie in den Umbauphasen Klavier. Berta Depperschmidt, Q 11, mimte die eiskalte Auftragskillerin Loretta Salino, Katharina Knab, Q12, verkörperte die Bardame Janet.  Und nicht zuletzt ist Alexandra Jehlicka, Q 12, zu erwähnen, die als muskelbepackte und findige rechte Hand Lonogans auftrat.

Auftaktveranstaltung im Stadttheater (Bild: Bernd Müller)

Auftaktveranstaltung im Stadttheater
(Bild: Bernd Müller)

Dank all der spielfreudigen und inspirierten Darsteller konnte das Publikum eine heitere Krimikomödie erleben, bei der das Thema „Rache“ ansprechend verpackt herüberkam, mit überraschenden Wendungen den Zuschauer in die Irre führte, die großen Themen Liebe und Tod nicht ausließ und es somit spannend bis zum Schluß machte.

Ein echter Glanzpunkt für die Oberstufe des GMG und nicht zuletzt der Verantwortlichen Claudia Ried zu verdanken, die mit viel Theatererfahrung und Ideenreichtum bei der Wahl der zahlreichen Stilmittel uns allen einen vergnüglichen Abend bescherte.

Als am Ende der weiße Hut Johnny Hookers ins Publikum flog, dankte dieses allen Mitwirkenden mit einem langanhaltenden Applaus.

 

Susanna Rosemann (EG)

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