Ein Mörder steht im Walde?

[GMG, 27.06.2019] Bei sommerlichen Temperaturen brachte die Theatergruppe der Unterstufe am 27. Juni ein Kriminalstück auf die Bühne, das aber auch humoristische Elemente aufzuweisen hatte. Unter der Leitung von Christine Kleinert wurde von neun Schülerinnen der der 6. und 7. Jahrgangsstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums das Stück „Ein Mörder steht im Walde“ von Christine Steinwasser aufgeführt.

Franziska von Brotlingen (Emma Lederer) und ihre verwöhnten Freundinnen werden von einer ehemaligen Schulkameradin zu drei Tagen im Wellness-Resort eingeladen, inklusive Chauffeur. Als dieser die teils High-Heel besohlten Damen an einer Straße aussetzt, nachdem sie noch die Anhalterin Jo (Marie Gamperl) aufgegabelt haben, merken sie recht schnell, dass der Weg nicht ins Hotel, sondern geradewegs in einen Wald führt. Da es zu spät zum Umkehren ist und es auch keinen Handyempfang gibt, dämmert es den gestylten Damen, dass sie die Nacht im Wald verbringen müssen. Als auch noch Ruth (Diana Wild) alle biotischen Gefahren aufzählt, die Gruppe aber nur probiotischen Joghurt kennt und Larissa (Katrina Koschukow) ein “schlechterer Orientierungssinn als Toastbrot“ bescheinigt wird, taucht ein Brief mit folgendem Wortlaut auf: „Herzliche Grüße von Jessica. Morgen seid ihr alle tot!“ Nachdem die erste Panik sich gelegt hat, findet sich auf der Rückseite ein Hinweis auf von Jessica im Wald versteckte Campingsachen.

Beim Aufstellen des Pop-up-tents stellen sich die Beteiligten dann auch aufgrund der schlechten Übersetzung der Gebrauchsanweisung recht hilflos an. Nachdem ein Streit entbrennt, wer nun im Ein-Mann-Zelt übernachten darf, wird die Truppe nach einem Toilettengang dezimiert: Steffi (Stella Husak), die von Franziska wie eine Sklavin behandelt wird, wird vermisst. Nun kommt die Gruppe ins Grübeln und erinnert sich an diverse Streiche, die Jessica einst gespielt wurden und die auch ursächlich waren, dass diese – schuldlos – der Schule verwiesen wurde.

Als Melissa (Angelika Belz) von einer Kreuzotter gebissen wird und sich allein auf den Rückweg macht, Chantal (Marietta König), Juli (Amelie Kny) und Nihal (Fadim Yüksel) von einer Erkundungstour nicht mehr auftauchen, Ruth von einer wildgewordenen Bache angegriffen wird und Franziska Tollkirschen isst, bleiben nur noch Jo und Larissa übrig. Letztere ist über die plötzliche Rückkehr der vermeintlich toten „Dienerin“ Steffi sichtlich erstaunt, bis Jo und Steffi ihr offenbaren, dass sie beiden die Schwestern von Jessica sind, die Rache an deren ehemaligen Schulkameradinnen nehmen wollen, die Jessica durch ihr Mobbingverhalten in die Psychiatrie gebracht hatten. In Panik knallt Larissa an einen Felsen und verstirbt als letzte der Truppe ebenfalls: „Schade, jetzt kann ich ja gar niemanden umbringen“, so Steffi. Somit haben sich Jessicas einstige Mobber selbst gerichtet.

Schulleiter Peter Welnhofer dankte abschließend den Schülerinnen für die „überzeugende und gruselige Vorstellung“, Christine Kleinert für Regie und Leitung, der Licht- und Tontechnik und den Fotographen. Die Leistung der Schülerinnen, über eineinhalb Stunden begeistert zu schauspielern, wurde mit anhaltendem Applaus gewürdigt.

Elisa Romfeld
(Spielleiterin Erasmus-Gymnasium)

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Eingeordnet unter Schultheatertage 2019

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