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„Krimiges Gruselstück“ mit Schwung und Pfiff

Theatergruppe 7.-9. Kl. des GMG spielte „15 kleine Negerlein“ (nach Agatha Christie)

Das GMG spielt einen Krimi - und leise gleitet das Boot über den See. - Anklicken, um weitere Fotos zu sehen.

"15 kleine Negerlein" - so lautet das Kinderlied, nach dessen Takt der Krimi abläuft - Anklicken, um weitere Fotos zu sehen.

„Fünfzehn kl…“ – Moment mal, waren das denn nicht immer „zehn“? Stimmt schon. Aber wenn eben so viele Theaterbegeisterte bei dem Stück mitspielen wollen, da fügt man flugs ein paar Rollen dazu, meinte Spielleiterin Claudia Ried. Und das ist ihr, ebenso wie die ganze Inszenierung, ausgezeichnet gelungen.

Die Handlung ist schnell erzählt. Einem geheimnisvollen Gastgeber gelingt es, fünfzehn Personen in ein Landhaus zu locken, das schwer zugänglich auf einer einsamen Insel liegt. Dort werden diese Gäste gleich beim Abendessen mit schweren Vorwürfen konfrontiert: Alle hätten angeblich ein schweres Verbrechen auf dem Gewissen, und müssten deshalb nun der Reihe nach sterben. Der Gastgeber bleibt weiterhin unerkannt, denn die Anklage kommt von einem Tonband, und so wissen die verunsicherten Besucher weder, wer sie denn nun dorthin bestellt hat, noch, ob die erhobenen Vorwürfe der Wahrheit entsprechen. Sie sind schon fast geneigt, alles für einen sehr schlechten Scherz zu halten, doch da fällt bereits der erste tot um. Und so ereignen sich alle paar Minuten weitere Todesfälle, wie es sich für einen Krimi gehört – das Makabere daran ist, dass die Personen jeweils das Schicksal ereilt, das in dem Kinderlied „Fünfzehn kleine Negerlein“ vorkommt, und das Lied endet damit, dass keiner mehr übrig bleibt.

Bald wird den Anwesenden klar, dass einer von ihnen der Mörder sein muss, der das alles eingefädelt hat. Nur zwei überleben schließlich, die sich ineinander verliebt haben und sich deshalb gegenseitig vertrauen. Das Ganze ist eingebettet in eine originelle Rahmenhandlung, in der eine ehrgeizige Journalistin einen ziemlich coolen (und etwas verwirrten) Kriminalinspektor interviewt und ihm die letzten Geheimnisse entlockt.

Die turbulente Krimigeschichte nahmen die Spielerinnen und Spieler immer mit einer Prise Humor und glänzten in heiklen Situationen auch durch Improvisationsgeschick. Charmante Effekte wurden zum Teil mit ganz einfachen Mitteln erzielt, beispielsweise wie durch die Bewegungen der Passagiere deutlich wurde, dass der Bus über eine holprige Straße rumpelte, oder wie durch entsprechende Sitzordnung, ein paar Stangen und geschickte Beleuchtung die Illusion eines in die Abenddämmerung gleitenden Ruderboots entstand.

Allen Darstellern war die Freude am Theaterspielen anzusehen, und so seien sie auch alle genannt, in der Reihenfolge ihres Auftretens: Pauline Lay, Alexander Türk, Nadine Treutel, Barbara Winkler, Vanessa Richter, Meike Pfeiffer, Constanze Gierl, Jonathan Grothaus, Alisa Mändl, Antonia Schmidt, Lena Härteis, Julia Hetzenecker, Jessica Oetter, Martina Mikuta, Quirin Langer, Sarah Hepp, Franziska Neuser, Anna Shalsi und Kathi Knab.

Studienrätin Claudia Ried konnte stolz sein auf ihre Truppe, die die Gefahren des gruseligen Stücks schwungvoll und unterhaltsam gemeistert hatten. Begeisterter Applaus des Publikums, ganz zurecht.

Peter Ringeisen (DJDG)

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