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Zauberhafte Gruselschule

„Vorhang auf!“, hieß es für die AG Schulspiel der Luitpold-Mittelschule unter der Leitung von Maria Treml-Paskowski diesmal im Festsaal des Max-Reger-Gymnasiums. So begann der Theaterabend denn auch mit einem sehr artigen Dankeschön an die Verantwortlichen im MRG. Was die jungen Spielerinnen und Spieler  aber dann auf der Bühne zauberten, war alles andere als brav und artig. „Die zauberhafte Gruselschule“ entpuppte sich als ein frech-witziges Theaterspiel.

Sehr frei nach Motiven von Goethe, so stand es in der Ankündigung: Im „Erlkönig“ reitet bekanntermaßen der Vater mit seinem Kind so spät durch Nacht und Wind. In der Gruselschule wurde dagegen kurzerhand aus dem Vater ein Bauer (Jessica Gruyer), der mit seinem Rind (Carina Grell) durch den Wald irrte und vergebens versuchte, das arme, verängstigte Tier vor dem Metzger und einem künftigen Schicksal als „Burger“ zu bewahren. Und ähnlich gruselig-skurril ging es weiter: mit einem schauerlichen Zombie (Benjamin Spitzl), furchterregenden Vampiren (Aynur Öztürk und Carina Schmid), einem grässlichen Werwolf (Angelique Biela) und einem drolligen Wassermann (Alex Kusnezov) , allesamt Zöglinge der Zauberschule. Wie ein roter Faden geisterte die Mutti, die sich blitzschnell in die Zaubermeisterin (Sarah-Alice Patzner) verwandeln konnte, durch die locker miteinander verknüpften Szenen.

Gruselig-Groteskes  erlebte vor allem der Zauberlehrling (Joliene Afara). Der strenge Schulrektor (Sahin Sonkaya) wollte den Neuling nämlich zunächst  auf seine Zaubertauglichkeit testen lassen, bevor er ihn in seine  Gruselanstalt aufnahm. So musste sich der vorwitzige Neuling  einer wirklich hochnotpeinlichen Untersuchung durch den grausigen Professor Dr. med. Wurst (Cedric Plep) und sein nicht minder gefährliches Helferlein (Denis Büttner) unterziehen. In der Zauberschule ging es dann erst so richtig rund. Der Lehrling, mit dessen Zauberkünsten es doch noch nicht so weit her war, musste so manches von seinen „Mitschülern“ ertragen und sorgte auch selbst nicht zu knapp für Verwirrung. Am Ende konnte, fast wie bei Goethe, nur mehr die Zaubermeisterin höchstpersönlich das angerichtete Chaos beseitigen und die außer Rand und Band geratenen Geister stoppen.

Eine furchterregende Maskerade und sehr schöne, selbst gebastelte Requisiten gaben der Gruselschule das nötige gespenstische Ambiente und sorgten für zusätzliche Schauereffekte. In erster Linie war es aber die tolle, aufgeweckte Truppe selbst, die für einen vergnüglichen Theaterabend sorgte. Mit  flottem Spiel und  großer Spielfreude gewannen die jungen Darsteller die Herzen des Publikums. Der Ausflug in „Die zauberhafte Gruselschule“ machte den Zuschauern sichtlich Spaß.

Uta Löw

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