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Kinder schützen Eltern – oder wie?

Kinder! Kinder!
Erasmus-Gymnasium, 03.07.2014, 19.30 Uhr

Ein vergnüglicher Theaterabend am Erasmus – Gymnasium

„Kinder, Kinder!“ unter diesem Motto zeigte die Theatergruppe der Unter- und Mittelstufe des Erasmus-Gymnasiums unter der Leitung von Uta Löw und Katrin Singer mehrere locker miteinander verknüpfte Spielszenen.

Zunächst durften Max und Moritz, ganz nach dem Vorbild von Wilhelm Busch, frisch und frech ihre Streiche treiben.
Die arme Witwe Bolte wurde um ihre Hühnerschar nebst Hahn gebracht, Schneider Böck musste sich aus den reißenden Fluten eines Baches retten, Onkel Fritz mit Maikäfern kämpfen und dem Lehrer Lämpel wurde das Pfeifenrauchen zum explosiven Verhängnis. Schließlich wurden die beiden Buben getreu der literarischen Vorlage für ihre Missetaten bestraft.

Weiter ging’s mit einer humorvollen und modernen Version von „Paulinchen“ aus Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter. Sichtlich genervt von den Ermahnungen ihrer Eltern wartete das Mädchen nur darauf, dass diese sie endlich alleine lassen. Als ihre Erziehungsberechtigten verschwunden waren, experimentierte Paulinchen mit einem Feuerzeug und nahm, wie sollte es auch anders sein, ein schreckliches Ende.

Nun folgten mehrere kurze Szenen, die die Eigenarten von Kindern und ihren Eltern witzig und treffend darstellten.
So wurde das ideale Kind auf einer Haushaltswarenmesse präsentiert: Es ist artig, folgsam, ruhig, lernt freiwillig, erledigt freudig Hausarbeiten, schmutzt nicht, schnurrt wenn es gestreichelt wird und kann jederzeit abgeschaltet werden, da es batteriebetrieben ist. Der perfekte Nachwuchs für gestresste Eltern!

Fratzenschneidende Kinder, schimpfende Kinder, betende Kinder und böse Kinder wurden dem Publikum im Anschluss serviert.

In der Szene „Trotzdem“ mussten sich die gutmütigen Eltern von ihren frechen Sprösslingen als „Spinner“ titulieren lassen und ihre wohlwollenden Ratschläge wurden als „Quark“ abgetan. Zu guter Letzt aber stellten die Kinder fest, dass sie zwar eigenständig sein wollen, aber sie forderten auch den Schutz ihrer Eltern, da sie diese lieb haben und brauchen.

Unterstützt wurde die gut aufgelegte und sehr textsichere Theatergruppe von Schülerinnen der Q11, die die Kurzstücke gekonnt anmoderierten.

Liebevoll gestaltet waren auch die einzelnen Tierkostüme, z.B. Witwe Boltes Federvieh oder Paulinchens Katzen.

Kurzum, eine heitere und kurzweilige Dreiviertelstunde, die die spielfreudige Truppe dem begeisterten Publikum darbot.

Maria Treml-Paskowski (Luitpold-Mittelschule)

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