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Pferde oder Blumen?

Die Geschichte vom tapferen Prinzen Eisenhut und der lieblichen Prinzessin Rosalia
(nach Annette Suttkus)
Luitpold-Mittelschule, 24.06.2014, 19.30 Uhr

Königliche Eheschließungen sind bekanntlich oft nicht ganz einfach. So auch in der „Geschichte vom tapferen Prinzen Eisenhut und der lieblichen Prinzessin Rosalia“, aufgeführt von der Theatergruppe der Luitpold-Mittelschule am Dienstag, den 24. Juni. Die Traditionen – bewahrt von Fee Alina Schäfer – des Königreiches besagen, dass Braut und Bräutigam sich vor der Hochzeit nicht sehen dürfen. Prinz Eisenhut (beschwingt gespielt von David Gogotchuri) möchte aber zumindest wissen, ob die Interessen der Prinzessin mit den seinigen übereinstimmen, ehe er den Bund der Ehe mit ihr eingeht. Also schickt er seinen Knappen (herrlich verschmitzt: Alessio Scanu) vor, um seine Zukünftige auszufragen.

Doch die energische Rosalia (Lea Rudolph) hat mit Pferden und Pferdewetten wenig am Hut, viel mehr ist sie eine begeisterte Gärtnerin – und Vegetarierin. Dies stößt vor allem die Mutter des Bräutigams (wunderbar zickig: Joel Biela) vor den Kopf, da die Braut während des Hochzeitsmahls traditionell Fleisch zu essen hat. Dagegen sucht der gutmütige König (Anna Blaeßius) nach einem Kompromiss – schließlich plant er ja, die maroden Finanzen des Königshauses durch die (nur scheinbar) gute Partie mit Prinzessin Rosalia zu sanieren.

Als das Brautpaar sich auf Drängen der Prinzessin doch noch vor der Hochzeit begegnet, stellt der Prinz fest, dass er doch lieber die als Küchenmagd getarnte Comtesse Tomata (Sierra Brown) heiraten würde – schließlich kennt die sich wenigstens mit Pferden aus. Doch Tomata steht mehr der Sinn nach kochen denn nach heiraten. Und so beschließen Comtesse und Prinzessin kurzerhand, zusammen ein adeliges Gasthaus zu eröffnen. Ein überraschendes Ende für einen kurzweiligen Theaterabend, auf dem auch Lena Kaiser, Anh Beerschwinger, Lena Achatz, Michelle Büttner und Eric Sailer in eleganten bis coolen Kostümen zeigten, wie viel Spaß sie am Theaterspielen hatten.

Ein amüsantes Highlight war Souffleur Cedric Plep, der seinen Schauspielkollegen nicht nur hilfreich zur Seite stand, sondern zudem mit seinen witzigen Kommentaren das Publikum erheiterte. Theaterleiterin Maria Treml-Paskowski hat mit ihrer Truppe auch in diesem Jahr ein Stück auf die Beine und Bühne gestellt, das sich sehen lassen konnte – und von den Zuschauern auch begeistert gesehen wurde.

Claudia Ried (GMG)

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